U.a. entnommen dem Buch „Munster“ von H. Peters

Der „Tewes-Hof“ (jetzt Lammers) hat im Laufe der Geschichte häufig den Besitzer bzw. Pächter gewechselt. 1919 übernahm ihn die Zigarettenfirma „Constantin“, die auf Betreiben des Inspektors Münder aus Ebstorf auch die „Trauener Siedlung“, bestehend aus fünf Doppelhaushälften mit je sieben Morgen zu bewirtschaftender Fläche, als Nebenerwerbssiedlung erbauen ließ.

Es gelang der Firma Constantin nicht, eine rentable Bewirtschaftung zu erzielen, so dass der Zuschussbetrieb (Hof und Siedlung) bereits 1920, nach nur einem Jahr, an die „Provinzial-Verwaltung“ weiter verkauft wurde. Zur gleichen Zeit entstand auch die „Landesforst-Gärtnerei“, die 1926 zum Schulgebäude umgebaut wurde.

Es existieren aus dieser Gründerzeit der Trauener Siedlung weder Dokumente noch Bilder oder Urkunden.

1935 erfolgte die Übernahme der Häuser durch die „Reichsumsiedlungs-Gesellschaft“. Ab 1937 wurde bis Kriegsende (1945) das Deutsche Reich/Wehrmacht Eigentümer der Siedlung.

Ein Dokument vom 29.04 1941:

„Die ehemalige Wohnung des Arbeiters Sonnwald im Arbeiterwohngebäude (Siedlung) Trauen, wird mit Wirkung vom 2. Mai 1941 dem Arbeiter der Kommandantur Abt. N Albert Ostermann als Reichsmietwohnung zugewiesen.“

Der Standortälteste Munster Abt. IVa. Az. 63-11

(Anmerkung: Es handelt sich hier um die Doppelhaushälfte Celler Straße Nr. 33)

Ab 1945 erfolgt die Verwaltung der Siedlung durch das Britische Militär, danach durch die Bundesvermögensstelle.

Ein Dokument vom 13.01.1947:

„Vereinbarung: Zwischen Herrn Wilhelm Gevers, Trauen und der Gemeinde Trauen, vertreten durch den Bürgermeister Kraatz, wird folgende Vereinbarung getroffen:

1. Herr Gevers überlässt der Gemeinde das untere kleine Zimmer als Gemeindebüro mit dem notwendigen Inventar (Stühle, Tisch und Schreibtisch). Er trägt Vorsorge für Heizung, Licht und Reinigung des Zimmers.

2. Die Gemeinde Trauen zahlt hierfür monatlich 20,00 RM, welche jeweils am Ende des Monats zu entrichten sind. Der Bürgermeister trägt die Verantwortung dafür, dass das Inventar pfleglich behandelt wird.“

(Anmerkung: Es handelt sich hier um die Doppelhaushälfte Celler Straße Nr. 17)

 

Trauen die alte Siedlung 01

Dieser Plan bedarf einer kleinen Erläuterung: Die Aufteilung der Gärten in dem Dreieck zwischen der Celler Straße und dem Gemeindeweg von Trauen nach Sültingen war nicht ganz einfach. Nicht jedes Haus hatte einen direkt angrenzenden Garten.

Zum besseren Verständnis habe ich die 5 Doppelhaushälften (rot) in den Lageplan eingezeichnet und mit den derzeitigen Hausnummern versehen.

So wohnten also hier im August 1947, als dieser Lageplan erstellt wurde, in der:

- Celler Straße 15 / 17 die Familien Hufenbach und Gevers

- Celler Straße 19 / 21 die Familien Wilkens und Wedau

- Celler Straße 23 / 25 die Familien Hüners und Lange

- Celler Straße 27 / 29 die Familien Witte und Riemschneider und in der

- Celler Straße 31 / 33 die Familien Poell und Ostermann

 

   
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